Das Pfeifenwerk ist schlechthin das schwierigste Kapitel im Orgelbau. Ab einer gewissen Pfeifengrösse ist bereits die Auswahl der Pfeifenhölzer mitverantwortlich für ein gutes Gelingen. Grundsätzlich haben die verwendeten Materialien keinen Einfluss auf die Klangqualität einer Pfeife.
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 22. Februar 2010 um 10:11 Uhr
Als Erstes werden die Kernhölzer, gemäss Mensurtabelle, gefertigt. Dazu eignet sie insbesondere Holzarten wie Kirschen-, Ahorn-, Elsbeer, Nuss- oder Birnbaumholz. Grundsätzlich können alle Hölzer mit geschlossenen Poren verwendet werden. Die besten Erfahrungen machte ich mit Birnbaumholz oder wenn vorhanden, mit Elsbeerholz.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 19. Februar 2010 um 21:50 Uhr
Mit einer Gehrungssäge mit Anschlagwinkel werden die Aussparungen am Kernholz ausgeschnitten. Der erste Schnitt wird ca. 1,5cm unterhalb des oberen Endes des Kernholzes gemacht. (Achtung auf die Finger, insbesonders bei kleinen Kernhölzern). Danach folgt die schwierige Arbeit.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 19. Februar 2010 um 21:46 Uhr
Die Pfeifenbrettchen mache ich für alle Pfeifenarten gleich dick. Als Erstes sortiere ich die bereits kalibrierten Pfeifenbrettchen nach Qualität aus. Die schlechteren als Böden, die Schönen und nicht abhölzenden (schälend, fasernd), welche auch farblich schön sind, benutze ich als Labiumdeckel.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 19. Februar 2010 um 21:45 Uhr
Labien mit Bart werden für "gedackte" Pfeifen etwas anders gestaltet als für "offene" Pfeifen. Es wird das Labium mit spitzem Bleistift gemäss Angaben, sauber angezeichnet. Mit einem äussert scharfen Stechbeitel wird sowohl die Hinter- wie die Vorderseite ca. 1mm vorgestochen.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 19. Februar 2010 um 21:26 Uhr